Dienstag, 30 Januar 2018 21:20

Beziehungs-Chaos bei der Fränkischen Fastnachts-Gala

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In den ausverkauften Mainfrankensälen bot die Tanz-Sport-Garde den über 600 Gästen närrische Blickwinkel auf die unterschiedlichsten „Beziehungen“. Ob zwischen Mutter und Sohn, Mann und Frau, Bayern und Franken, beziehungsweise noch besser „zugreisten Preißn“ und Einheimischen, sowie schwarzen, grünen, gelben und roten Politikern. Nichts blieb unkommentiert!
Unser Sitzungspräsident Norbert Kronthaler begrüßte das Publikum musikalisch und gab die Beziehung seiner Party-Nächte zum morgendlichen Kopfweh zum Besten. Der „Weekend-Express“ sorgte für den musikalischen Rahmen. Es folgte der Einmarsch des Fanfarencorps Blaufelden gemeinsam mit der Gastgesellschaft „Zimmerner Hore" aus Grünsfeld-Zimmern.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung boten unsere Tanzmäuse mit ihrem Marschtanz einen herzlichen Empfang für alle Gäste. Da schlugen nicht nur die Herzen der Eltern höher.
Aus Frickenhausen kam Teenager Felix Förster und schwärmte von seiner ersten Liebes-Beziehung, der zu seiner Mama.
Der Mann am Klavier Matthias Walz aus Karlstadt gratulierte der CSU zu 100 Jahren Freistaat Bayern, aber nicht ohne fränkische Schadenfreude. Den Grundstein legte nämlich der revolutionäre Ministerpräsident Kurt Eisner, ein „Sozi“.
Peter Kuhn von der schwarzen Elf aus Schweinfurt „klärte“ geistreich die unerklärlichen Beziehungen der politischen Parteien in unserem Land.
Mit in die 90er Jahre nahm uns „Wiggerl“ Martin Wichary der Quoten-Bayer. Er sang in seinem für uns Franken gewöhnungsbedürftigen Dialekt über seine Liebe zu Damen mit roten Stöckelschuhen.
Von der sehr speziellen Beziehung zu ihrer Wahlheimat Effeltrich bei Forchheim erzählte uns die Preußin Claudia Bill. Ihr Vortrag teils in Hochdeutsch, teils in Mittelfränkischer Mundart und mit schräger Mimik löste Lachkrämpfe beim Publikum aus. Sie gewährte tiefe Einblicke in die Beziehung zu ihrem ehemals charmanten Gatten. Dieser schenkte ihr großzügig einen Mantel und eine Kette, für sein Fahrrad.
Aus Erlabrunn kam die „Putzfrau“ Ines Procter und machte jeden Funken der Hoffnung auf die Beständigkeit der Liebe in der Ehe zunichte. Wenn sie nochmals die Wahl hätte, dann käme ihr ein Mann nur noch ambulant ins Haus und nie wieder stationär.
Zur späten Stunde, es ist ja „fast Nacht“ sinnierte der Wortakrobat Oliver Tissot zum Beziehungs-Chaos des Franken: „Der mach sich selbst net“.
Im Wechsel mit den Büttenreden boten die Garden der TSG, sowie die Turedancer aus Zellingen karnevalistischen Tanzsport auf höchstem Niveau. Eine Augenweide waren die Marschtänzerinnen der verschiedenen Altersgruppen, die letztendlich alle zusammen in großer Zahl auf der Bühne tanzten. Unsere Tanzmariechen Elea König, Jana Meyer, Yasmina Kissner, Maja Friedrichs und Sarah Scherbaum zeigten einzeln und gemeinsam eine akrobatische Show der Extraklasse. Von einem Ausflug zum „Kindertag im Forschungszentrum“ erzählte der Schautanz unserer Jugendgarde. Unter dem Motto „Ist das nur ein Märchen?“ thematisierten die Junioren die Beziehung zwischen Wetterkapriolen und Klimawandel. Die Ü15-Tanzgemeinschaft der TSG und der Carneval-Freunde-Zellerau zeigten in ihrem Schautanz: „Ausgeklappert?“ in phantasievollen Kostümen, dass wir Deutschen bei sinkender Geburtenrate wohl ein gravierendes Beziehungs-Problem haben.
Zum Finale rockte unsere Tanzende-Senioren-Gruppe mit Lebenslust statt Rentnerfrust die Bühne. Waren die „Single Ladies“ doch ganz wild darauf noch in dieser Nacht ihren Beziehungsstatus zu optimieren. Danach stürmten die Hettschter Gassenfetzer in den Saal und brachten mit lautstarker Musik und Gesang die Stimmung auf den Siedepunkt.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen und allen Aktiven, Trainern und Helfern die unsere 2. Fränkische Fastnachts-Gala 2018 zu einem besonderen Event gemacht haben. Wir freuen uns darauf Sie nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

Gelesen 252 mal Letzte Änderung am Dienstag, 30 Januar 2018 21:27